Dörzbach - Mulfingen - Langenburg - Ilshofen - Kirchberg/Jagst
- Crailsheim
Mit Wibele und Horaffen im Gepäck ...
150 - 200 m über der Jagst erstreckt sich die Hohenloher Ebene, eine leicht
modellierte und in weiten Teilen landwirtschaftlich genutzte Landschaft zwischen
Schwäbischem Wald im Süden, Frankenhöhe im Osten und Odenwald
im Nordwesten, Rapsfelder, Getreide- und Zuckerrübenanbau herrschen hier
vor.
Die Strecke führt durch einen besonders romantischen Teil des tief eingeschnittenen
Jagsttals mit Steilhängen und engen Flussmäandern vor allem in letzten
Teil. Wo der Weg deshalb nicht im Tal verlaufen kann, muss der Anstieg zur Höhe
überwunden werden.
Neben zahlreichen Höhepunkten der Kunst und Geschichte spielt die z.T.
unverfälschte Natur hier eine besondere Rolle. Viele Teile des Tals und
der Hangwälder stehen unter Natur- oder Landschaftsschutz, so dass sich
eine artenreiche Pflanzen- und Vogelwelt erhalten konnte.
Bei Unterregenbach lohnt es sich, dem "Rätsel von Regenbach" nachzuspüren, Langenburgs Schloss zu besichtigen und die am Weg liegende wehrhafte Burgruine Leofels (bei Ilshofen) zu besuchen. Bevor schon die von weitem vielgestaltige Silhouette von Kirchberg auftaucht. Auch Crailsheim hat mit einer Reihe von Baudenkmälern Sehenswertes zu bieten.
Dörzbach - Mulfingen - Oberregenbach
Gleich zu Beginn der Tour führt der Radweg von Dörzbach aus oberhalb der gotischen Wallfahrtskapelle St. Wendel (Kalktuffelsen, Quellen, vorzeitliche Funde) vorbei. Durch Hohebuch (jüdischer Friedhof), an Ailringen (Friedhof) vorbei sind es ca. 11 km bis nach Mulfingen (kath. Pfarrkirche St. Kilian, Wallfahrtskapelle St. Anna). Nach weiteren 9 km über Buchenbach (Kirche m. Fresken, turmartiges Schloss) wird Unterregenbach erreicht (Ausgrabungen, Krypta, Grabungsmuseum). Bei Oberregenbach führt der Weg zunächst über eine steinerne, mittelalterliche Bogenbrücke, dann bis Bächlingen auf der Landstraße entlang (Archenbrücke, Dorfkirche m. Fresken u. Epitaph des Ritters Rezzo). Der steile Aufstieg zum Schloss und der Stadt Langenburg gehört zu den Höhepunkten dieses Abschnittes.
Langenburg - Leofels
Die Strecke zwischen Bächlingen und Hessenau, auf der immer wieder Steigungen zu überwinden sind, gehört zu den schönsten Abschnitten des Jagsttals. Besonders reizvoll ist die Landschaft im Frühsommer, wenn gelbe Seerosen auf dem Fluss und Wasserlilien an den Bachrändern leuchten, die Äpfel- u. Birnbäume in voller Blüte stehen und auf den Wiesen sich eine bunte Blumenpracht entfaltet. Immer wieder sieht man Reiher regungslos in der Jagst auf Beute warten. Rinder u. Schafe weiden an den Hängen, bei Elpershofen sieht man graziöse Straussenvögel auf den Jagstwiesen stehen. Vom Höhenrand grüsst die weithin sichtbare Burg Morstein.
Zu Ort und Burgruine Leofels (Stadt Ilshofen), geht es bei Hessenau steil bergauf. Die Reste einer um 1230 erbauten Stauferburg sind mit ihren Toren, dem Zwinger, Teile des Bergfrieds und gotischen Fenstern noch immer beeindruckend. Im Juni/Juli jeden Jahres finden hier die Burgschauspiele Leofels statt.
Zu Langenburg:
Renaissanceschloss (Besichtigung) später barockisiert, mit Gartenanlagen
- heute Sitz der Fürsten Hohenlohe-Langenburg.
Stadtpfarrkirche (wertvolle Glasfenster), Stiftergrab, Dt. Auto-Museum, Heimatmuseum,
Kunstverein, Heimat der "Wibele", u.v.m.
Kirchberg/Jagst - Crailsheim
Zwei Wege führen nun nach Kirchberg - auf der Höhe bleibend über Lendsiedel oder aber wieder zurück ins Tal über Diembot, Eichenau wieder hinauf zu Altstadt und Schloss.
Zu Kirchberg/Jagst:
die "Perle des Jagsttals" - ehemalige Burg, durch Renaissance- u.
Barockumbauten stark verändert, ist das beherrschende Element d. Stadt.
Stadtbefestigung m. spitzgiebligem Turm, stilvolle Gebäude, Marktplatz,
Park mit Orangerie, Kulturdenkmal "Alter Friedhof".
Über Mistlau (Nikolauskirche mit gotischen Fresken) fährt man weitere
14 km nach Crailsheim.
Nur noch ein kurzes Stück am Fluss entlang, dann führt der Weg ab
Lobenhausen weg vom nun sehr engen, steilwandigen Jagsttal hinauf auf die Höhe.
Über Tiefenbach und Heldenmühle kommt man nach Crailsheim, wo man
wieder auf die Jagst trifft.
Zu Crailsheim:
Der 1717 zum Gedenken an die Reformation erbaute Rathausturm ist mit 57,5 m
das höchste Reformationsdenkmal der Welt. Liebfrauenkirche von 1397, Ehemalige
Spital zum Hl. Geist beherbergt das Stadtmuseum. Ortstypische Gebäck: die
"Horaffen".
Ausführliches Programm, Beschreibungen und weitere Touren, erhalten Sie über die Touristikgemeinschaft Hohenlohe + Schwäbisch Hall Tourismus e. V. oder im Internet unter http://www.kocherjagst.de.