Ilshofen hat Zuwachs bekommen: Am 21. März 2026 pflanzten Freiwillige auf der Böschung zwischen dem Sportplatz und Radweg 180 Büsche und Bäume. Der Landesverband Baden-Württemberg der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (SDW BW) pflanzt jedes Jahr für jedes neue Mitglied einen Baum – 2025 waren es 80. Dazu kamen 100 Bäume, die bei der Weihnachtsaktion 2025 unter dem Motto „Bäume statt Socken“ gespendet wurden.
Nicht nur auf dem Fußballplatz Ilshofen, sondern auch auf der Böschung dahinter herrschte am Samstagmorgen geschäftiges Treiben: 14 Freiwillige pflanzten unter Anleitung von Martin Blessing, der nicht nur Bürgermeister von Ilshofen sondern auch gelernter Förster ist, 180 Bäume und Büsche. Die verschiedenen Baumarten – unter anderem Vogelkirsche, Sommerlinde, Zitterpappel und Spitzahorn wurden in Neunergruppen gepflanzt. Unten am Weg kam eine bunte Mischung an Büschen hinzu: Hartriegel, Pfaffenhütchen, Weißdorn, Schneeball und Liguster. Teilweise war die Arbeit mit dem entweder sehr festen Boden oben auf der Böschung oder dem mit Steinen durchmischten Hang gar nicht so einfach. Aber das und auch der leichte Nieselregen machte den Freiwilligen nichts aus. In bester Stimmung hoben die Zweierteams Löcher aus, pflanzten die Setzlinge ein und versahen sie mit ökologisch abbaubaren Wuchshüllen. Nach einigen Stunden – das Fußballspiel nebenan war längst vorbei – war die Böschung bepflanzt und steht nun voller kleiner weißer Säulen, unter denen geschützt ein neuer Wald heranwächst.
„Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, die sich mit ‚Bäumen statt Socken‘ für nachhaltige Geschenke entschieden und damit 100 Bäume für die Neugestaltung dieser Fläche beigetragen haben! Besser kann man nicht in die Zukunft investieren als mit der Neupflanzung eines Waldes“, meint Hermann Eberhardt, Landesvorsitzender der SDW BW. „Normalerweise würden wir die 80 Bäume für unsere Neumitglieder in unserem vereinseigenen Waldstück bei Ammertsweiler pflanzen. Dort besteht aber zurzeit gar kein Bedarf an Neuzuwachs. Wir freuen uns daher, dass wir mit den insgesamt 180 Pflanzen hier in Ilshofen den Umbau einer Brachfläche in ein kleines Waldstück ermöglichen können“, ergänzt Laura Peters, stellvertretende Geschäftsführerin der SDW BW.
Martin Blessing hatte als SDW-Mitglied erfahren, dass die SDW BW auf der Suche nach einem Platz für die 180 Bäume war, und hatte die städtische Fläche am Radweg für die Aktion vorgeschlagen: „Nach dem Neubau des Radwegs musste die Böschung dringend bepflanzt werden. Die Fläche bietet sich für die Anlage eines kleinen Waldes an, der nicht nur Schatten spendet, sondern auch CO2 bindet und Lebensraum für viele Organismen bietet. Ich danke den Spenderinnen und Spendern, der SDW BW und allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz! Gemeinsam haben war diese bisherige Brachfläche aufgewertet – wer nun hier entlang spaziert oder radelt, kann der Zukunft beim Wachsen zuschauen!“
Über die SDW BW
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) e.V. ist einer der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen. Organisiert ist sie in einem Bundesverband sowie selbständigen Landes- und Kreisverbänden. In Baden-Württemberg hat die SDW 20 Kreisgruppen. Der Landesverband Baden-Württemberg (SDW BW) stellt seine Tätigkeiten auf zwei Säulen: Eine ist die Mehrung und Aufforstung von Wald durch Baumpflanzungen. Allein seit 2021 konnten durch das Engagement der SDW BW über 300.000 Bäume in Baden-Württemberg gepflanzt werden. Zweite Säule ist die Waldpädagogik. Ihr Ziel ist es, das Ökosystem Wald ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Mit vier WaldMobilen bringen die Waldpädagoginnen und -pädagogen Schule und Kindergarten mitten in den nahen Wald und machen so Walderlebnisse möglich. Waldwissen erlernt sich so ganz nebenbei.
Weitere Infos über die SDW BW finden Sie unter www.sdw-bw.de




